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Da ich gemeinsam mit einer Kommilitonin ein vom Erasmus Programm gefördertes Semster in Oslo studieren werde, habe ich mich dazu entschlossen, ein Blog anzulegen um mir den Aufwand und allen Interessierten die Rundmails zu ersparen.
Mein Auslandsauffenthalt beginnt am 10.08.2007 und endet am 21.12.2007.

Weitere Fotos findet ihr auf dem Blog von Sarah


Frederik Schmidtke
Olav M. Troviks Vei 56, H0213
0864 Oslo

Haustelefon: 0047 22187465
Norw. Mobiltelefon: 0047 45695088

18.12.2007 Sonnnenuntergang am Holmenkollen

Heute sind wir mit einer Gruppe internationaler Studenten mit der Bahn zum Holmenkollen gefahren, um dort einen letzten Sonnenuntergang anzusehen.
In Oslo sind es gerade -8 Grad, dafuer war die Sicht klar und der Wind war nicht zu stark. Gegen 15Uhr ist die Sonne untergegangen und waehrend ich und zwei weitere Studenten gerade noch die letzten Sonnenstrahlen ueber Oslo gesehen haben blieb fuer die zweite Gruppe, die nur wenige Minuten spaeter angekommen ist, nur noch Dunkelheit. Wenn auch mit schoener Aussicht...
Den Abend habe ich dann mit Vuong, seiner Frau und einem weiteren Freund in der Tappas Bar verbracht.
Auf dem Rueckweg bin ich dann noch kurz auf die Abschiedsfeier eines englischen Mitstudenten gegangen, der einen Tag spaeter bereits abreisen musste.

 

14.-16.12.2007 Skifahren in Valdres

Andreas hat mich -diesmal mit Guillaume- ein zweites Mal in das Haus seiner Familie nach Valdres eingeladen.
Nachdem Guillaume und ich am Freitag Abend noch bei einer Dinner-Party vorbei geschaut haben, sind wir mit dem Auto die 200km lange Strecke nach Norden gefahren.
Sobald wir die Stadtgrenze von Oslo verlassen hatten wurde die Landschaft langsam weiss und je hoeher wir kamen, desto hoeher lag der Schnee.
Am Haus von Andreas angekommen war es unter -15 Grad kalt, doch gluecklicherweise war das Skigebiet waermer.
Ich habe mir vor Ort die Skiausruestung ausgeliehen und habe die haelfte des ersten Tages nur damit verbracht, mich auf den Skiern zu halten und bei der Talfahrt nicht zu schnell zu werden.
Am Abend haben wir dann in dem Haus am Kamin gesessen nach leckerem Essen fern gesehen.
Am naechsten Tag sind wir wieder sehr frueh auf der Piste gewesen und das Skifahren lief deutlich besser als am Tag zuvor. Vielleicht ist meine Technik nun nicht die sauberste, aber zumindest war ich gegen Ende des Tages immer schnell im Tal, auch wenn ich weiterhin brav meine Kurven gedreht habe um die Fahrt ein wenig zu bremsen.
Am Sonntag Abend ging es dann zurueck nach Oslo, wo wir den Tag mit einer Runde Billard ausklingen liessen.

 

12.-14.12.2007 Letzte Klausuren und meine Festplatte

Diese Woche habe ich meine letzten beiden Klausuren geschrieben und das Semester damit offiziell beendet.
Mittwoch habe ich eine Arbeit in Norwegisch geschrieben und heute die abschliessende Arbeit ueber skandinavische Wohlfartsstaaten.
Die Arbeiten waren beide nicht besonders schwer, aber in meinem Norwegisch Kurs muss ich nur bestehen, waehrend der andere Kurs in meine Note eingeht.

Leider habe ich seit Mittwoch einen Festplattendefekt und kann mein Laptop nicht mehr benutzen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher um was fuer einen Fehler es sich handelt, aber wenn die Festplatte selbst beschaedigt sein sollte muss ich entweder alle meine Daten, darunter auch die hier geschossenen Fotos, abschreiben oder fuer viel Geld wieder herstellen lassen.
Zumindest gibt es hier erstmal keine neuen Bilder von mir, auch wenn ich weiterhin fotografiere.

 

11.12.2007 Dinner mit der Oslo Wu Tan

Diesen Dienstag hatte ich mich mit den anderen Mitgliedern der Oslo Wu Tan zum Essen verabredet.
Wir waren zwar nicht so viele wie erhofft, aber auch in kleinerer Runde mit 7 anderen Kung Fu Bruedern und Schwestern ist der Abend sehr nett geworden.
Wir haben ein chinesisches Restaurant besucht und dort fast alle Gerichte der Beilagenkarte bestellt, so dass der ganze Tisch voll stand und jeder von allen Speisen probieren konnte.
Ich hatte eine Reissuppe mit Scampis, gegrilltes Schweinefleisch und alle moeglichen gefuellten Teigtaschen. Dazu Reis mit scharfer Sosse.
Nachdem der Tisch einem Schlachtfeld glich und alle satt waren, sind wir in eine Kneipe umgesiedelt.
Ich habe zwar versucht nichts zu trinken, da ich am naechsten Morgen eine Klausur schreiben musste, aber die Norweger schienen Gefallen daran zu finden mir bei jeder Runde ein neues Getraenk hinzustellen und je lauter ich protestierte, desto groesser das Glas.
Mit der letzten Bahn bin dann zurueck in mein Studentendorf gefahren und war froh, mich auf Bier, Cola und einen Cocktail beschraenkt zu haben.

 

04.12.2007

Nachdem ich Vuong am Wochenende bei seinem Umzug geholfen habe, haben er und seine Frau mich heute zum Essen eingeladen.
Beim Umzug hatte ich neben dem ueblichen Kisten-schleppen den Fahrer gespielt, da ich der einzige Helfer mit Fuehrerschein war.
Der Umzug ist bis auf eine demolierte Tuer am Wagen glatt gelaufen, nur das Wetter liess uns im Stich und es regnete den ganzen Tag.
Heute haben wir uns also zusammen mit einem weiteren Helfer in einer Tappas Bar getroffen. Das Essen war phantastisch: der ganze Tisch stand voller kleiner Schalen und das Repertoire reichte von Knoblauchscampis ueber Pilze hin zu unterschiedlichsten Kaesesorten.
Die Tappas schmeckten sogar besser als jene, die ich in Madrid probiert habe. Der Abend war also rundum gelungen und mit deutlich gewoelbtem Bauch bin ich zufrieden nach Hause gefahren.

 

23.-26.11.2007 Besuch aus Deutschland

Dieses Wochenende habe ich Besuch von Matze und Malte bekommen. Da zeitgleich Janna Besuch von einer gemeinsamen Kommilitonin  hatte, witzelten einige der anderen Studenten bereits von einer German invasio. Diese war für mich allerdings nur vorteilhaft, da ich mich nicht nur über den Besuch gefreut habe, sondern auch einige meiner Vorräte an deutschen Köstlichkeiten aufstocken konnte. Da die beiden nur über das Wochenende bei mir geblieben sind, haben wir versucht möglichst viel zu unternehmen und eine gute Mischung aus Sightseeing und Parties zu finden.
Wir sind unter anderem zur Sprungschanze am Holmenkollen gefahren, haben die Innenstadt und den Hafen erkundet um abends dann mit den internationalen Studenten zu feiern.
Wir hatten Glück, dass an diesem Wochenende eine Studentenparty war, ein irischer Comedian in der Uni aufgetreten ist und in einem Jazzclub die letzte kostenlose Aufführung des Jahres stattfand.

 

21.11.2007 - Klausuren

In einem Monat bin ich schon wieder zurück in Deutschland.
Montag stand allerdings erstmal die erste von drei Klausuren auf dem Plan. In „Scandinavian Labor Market and Labor Relations“ mussten wir eine 4 stündige Arbeit auf Englisch schreiben.
Die Arbeit war nicht so schwer wie erwartet, aber doch anstrengend, da ich die komplette Zeit ohne Pause geschrieben habe und auch das extra vorbereitete Pausenbrot verschmähen musste.
Heute mussten wir dann das Course Paper für selbigen Kurs abgeben. Da ich die Zeit vor der Abgabe lieber mit Lernen für die Klausur genutzt habe, wurde es mit der Abgabe noch ziemlich stressig und ich musste eine Nachtschicht einlegen um auf die vorgegebene Wortzahl zu kommen. Im Computer- und Druckerraum des Departments traf ich dann wieder auf Janna, der es auch nicht besser als mir ergangen war. Mit recht müden Gesichtern haben wir also pünktlich zum Abgabetermin unsere paper eingereicht und uns danach erstmal eine heiße Schokolade im Café des Departments gegönnt.

 

17.11.2007 - Grillen am Sognsvann

Diesen Samstag fand das wohl letzte Grillen dieses Jahres und vor allem das letzte Grillen am Sognsvann statt. Guillaume hatte das Grillen so geplant, dass wir auf der Nordseite des Sees mitten in der Sonne sitzen, bevor sie untergeht. Leider sind die Tage nun so kurz, dass wir doch recht wenig von der Sonne hatten. Dafür konnte ich meinen letzten Einweggrill zum Einsatz bringen und wir haben Hot-Dogs im norwegischen Stil (im Wrap) und Cheeseburger gegessen.
Der See ist inzwischen schon zugefroren und wir waren erstaunt, dass trotz der Kälte genauso viele Jogger und Spaziergänger wie sonst auch unterwegs waren.
Nach einiger Zeit des Grillens und Essens mussten wir uns an einem Feuer die Füße wärmen, doch als die Sonne dann ganz weg war, trieb uns die Kälte wieder nach Hause.

 

06.11.2007 - Scandinavian Labour Market

Wie jeden Dienstag hatte ich heute einen langen Tag in der Osloer Universität.
Der Tag fing wie immer mit dem Norwegisch Kurs an, der von 8 bis 11Uhr dauert. Zwei Stunden des Kurses sind dabei normaler Unterricht und eine Stunde verbringen wir im Sprachlabor um die Aussprache zu üben. Der Kurs findet zweimal die Woche statt und ist, zusammen mit den Hausaufgaben die wir für jede Unterrichtseinheit vorbereiten müssen, der arbeitsaufwändigste Kurs.
Danach folgen einige Stunden Lesen und Arbeiten in den Lesesäälen der Uni und Verköstigung in der Mensa.
Um 16Uhr beginnt dann der nächste Kurs über den skandinavischen Arbeitsmarkt. In dem Kurs sind wir nur 6 Studenten, von denen niemand aus Norwegen kommt und haben eine gute thematische Versorgung von gleich zwei Dozenten, von denen einer der Vorsitzende des Departments ist. Der Kurs dauert nur einen Monat, dafür ist der Arbeitsaufwand in dieser Zeit brutal. Wir müssen zu jeder Kurseinheit 3 lange englische Texte lesen und nebenher an unserer Hausarbeit schreiben und uns auf die Abschlussarbeit vorbereiten. Mir wäre ein längerer Kurs mit geringerem Arbeitsaufwand lieber, aber zumindest entschädigen der gute Inhalt und die witzigen Sticheleien der beiden Dozenten, die zu den meisten Themen eine unterschiedliche Meinung haben und sich gegenseitig als Maoist oder Marxist beschimpfen.
Heute haben uns die Dozenten nach dem Kurs in ein kleines Café eingeladen und wurden nicht müde uns zu allen möglichen Getränken einzuladen und jeden nicht-alkoholischen Getränkewunsch abzulehnen. Als die Stimmung bereits recht fröhlich war mussten sie uns jedoch verlassen, da sich ein echter Norweger kein Spiel zwischen Rosenburg Trondheim und dem FC Valencia entgehen lässt.
Trondheim hat letztendlich 2:0 gewonnen und ich vermute die Nacht wurde für die beiden Dozenten noch ein wenig länger…

 

24.10.2007 - Gong Fu Cha

Durch einen Kung Fu Bruder aus der Oslo Wu-Tan wurde ich in die Kunst der chinesischen Teezeremonie eingeführt.
Eigentlich wollte ich mir nur den Teeladen anschauen, in dem Vuong arbeitet, aber da gerade keine Kunden im Laden waren, hatten wir Zeit, Tee nach chinesischer Tradition zuzubereiten.
Das Teetrinken in einer chinesischen Teezeremonie erinnert eher an eine Wein- oder Likörprobe und der Tee wird in kleinen Mengen genossen, wobei viel auf den Geruch und den Geschmack geachtet wird. Durch die hohe Konzentration und die geringe Menge wird der Tee beinahe wie ein kleines Glas Likör getrunken.
Die chinesische Teezeremonie wird auch Gong Fu Cha genannt, was soviel wie die „Fertigkeit des Tee Zubereitens“ bedeutet. Der Ablauf ist dabei je nach Tee unterschiedlich und unterschiedliche Gesten und Handgriffe erfordern viel Übung.
Wir haben einen taiwanesischen Oolong Tee getrunken, der ein wenig nach Jasmin geschmeckt hat und sowohl bitter auf der Zunge, als auch süß im Nachgeschmack war. Das Teetrinken war auf jeden Fall kein Vergleich zudem morgendlichen Beutel Pfefferminztee, den ich mir in einen Becher werfe.

 

21.10.2007 - Thank God, it's Friday

Die Durststrecke und das Warten auf ehrliches, fettiges und zutiefst amerikanisches Essen hat Heute endlich ein Ende genommen.
Friday’s bescherte uns eine leckere Mahlzeit in Preisregionen jenseits des guten Geschmacks doch das Essen war wie immer ein Genuss.
Auf dem Rückweg bot sich uns ein schöner Blick auf die Skyline der Osloer Hafencity und die Gegenüberliegende Burg.

 

19.10.2007 - Königspalast

Der Heutige Tag sollte eigentlich für einen Besuch der Nationalgallerie bestimmt sein.
Doch ein kleiner Fußmarsch durch die Einkaufspassagen der Stadt und den Park mit dem Königspalast stellten sich dann als Nachmittag-füllendes Programm heraus.
Im Gegensatz zu den steifen Beefeaters  der Engländer sind die norwegischen Palastwachen recht locker und zu Späßen oder kurzen Gesprächen aufgelegt.
Zwar geht die Geschichte um, dass eine zu aufdringliche Touristin einen Gewehrkolben auf die Nase bekam, für uns dagegen hatte der nette Herr mit dem Gewehr sogar eine kleine Showeinlage übrig.

 

14.10.2007

Heute ist Laura zu Besuch gekommen und wird für 12 Tage bei mir bleiben.
Um ein wenig auf Olso einzustimmen haben wir eine kleine Tour an den Hafen unternommen. Vor dem Nobel-Preis Gebäude befindet sich gerade eine Fotoausstellung mit beeindruckenden Tierfotografien.
Wir haben die Fotos auf unsere Art gewürdigt…

 

06 -07.10.2007

Janna hatte diese Woche Besuch von einer gemeinsamen Mitstudentin.
Damit wir ein wenig Programm bieten konnten, entschlossen wir uns zu einer Wanderung auf dem Gaustatoppen , nachdem Bergen durch die Distanz für einen Wochenendausflug nicht mehr in Frage kam.
Der Gaustatoppen ist mit knapp 1900 Metern der größte Berg Südnorwegens und man kann von dort aus angeblich 1/16tel Norwegens überblicken.
So haben Janna, Meike, Guillaume und ich uns das Auto eines Mitstudenten geliehen und sind einige Stunden westwärts gefahren.
In der Nähe des Gaustatoppen haben wir eine gemütliche Jugendherberge gefunden, die uns Blockhüttenflair, sowie eine schöne Aussicht auf den Gaustatoppen und einen kleinen See bot.
Nachdem wir den Vormittag mit der Anfahrt verbracht haben, sind wir am Nachmittag auf den Berg gestiegen. Der Berg selbst ist zwar hässlich, sieht wie aufgeschüttet aus und ist von Wanderern überfüllt, die Aussicht auf dem Gipfel hat dafür aber absolut entschädigt.
Die Temperaturen waren nicht so niedrig, wie bei meiner letzten Bergtour und auf der Bergspitze konnten wir in einem kleinen Café Waffeln und heiße Schokolade genießen.
Abends haben wir dann eine selbst gemachte Pizza gegessen und  L’Auberge Espaniol gesehen, der zum Standartrepertoire eines guten Erasmus Studenten gehört.
Sonntags haben wir uns nach einigem erfolglosen Suchen eine tiefe Schlucht mit Wasserfall angesehen, bevor wir wieder zurück in die temporäre Heimat gefahren sind.

 

20.09.2007 - Essgewohnheiten

Ich wurde nun schon mehrfach gefragt, was ich denn eigenentlich in Norwegen esse und ob ich selber kochen kann, oder ob ich mich von den Essensresten meiner Mitbewohnerin ernähre.
An dieser Stelle sei versichert: wenn es sein muss kann ich sogar Kochen, nicht nur Erwärmen und zur Not habe ich eine Familienpackung Maltodextrin dabei.

Fleisch ist hier verhältnismäßig teuer, Alkohol ist sogar unverhältnismäßig teuer.
Lachs und Krebse bekommt man dagegen hinterher geworfen.
Gemüse und Obst sind nicht wirklich teurer als in Deutschland und sofern man keinen zu ausgefallenen Geschmack hat, kann man sich das Essen sogar leisten.
Achja hier gibt es Streichschokolade, Rentierbällchen, Schinken als Brotaufstrich und Döner die kein bisschen schmecken.
Restaurantbesuche habe ich mir bisher nicht erlaubt und bis auf Friday's werde ich das wohl auch nicht tun.


Hier eine kleine Auswahl verspeister Speisen:

14 -16.09.2007

Dieses Wochenende war ich zusammen mit Andreas, Øyvind (beide Norweger) und Peter (England) auf einer Bergwandertour. Zuvor habe ich Tage und Nächte gearbeitet, damit ich bis dahin meine Hausarbeiten für die Hamburger Uni fertig bekomme.
Freitagabend sind wir dann mit Andreas‘ Auto Richtung Norden gestartet und haben 300 Kilometer zurückgelegt, bis wir bei dem Haus seiner Familie ankamen, in dem wir übernachtet haben.
Am Samstag sind wir früh aufgestanden und in die Berge gefahren. Auf dem Weg haben wir noch das nötigste eingekauft und uns mit Rücksäcken und Schneekleidung eingedeckt. Ich habe mir zum Glück ein paar Kleidungsstücke von Andreas ausleihen können, da es bei unserer Ankunft bereits gefroren hatte.
In den Bergen angekommen sind wir bis an den Fuß eines der größten Berge des Umkreises gewandert (Valdresflya ~1800m) und haben dort im Schutz eines Hügels an der Baumgrenze unser Zelt aufgeschlagen. Danach ging es mit leichterem Gepäck weiter bis auf den vierten von fünf Gipfeln. Entlang unseres Weges floss die meiste Zeit ein kleiner Gebirgsbach, an dem wir immer unsere Trinkflaschen auffüllen konnten. Daneben gab es zu Verpflegung gefrorene Riegel und Rosinen.

Nachdem wir die Schneegrenze erreicht hatten wurde es immer windiger und an einigen steilen Berghängen mussten wir uns an Felsen klammern um nicht von einer überraschenden Windbö weggetragen zu werden.
An einer besonders windigen stelle fanden wir dazu noch einige Knochen – sehr aufbauend…
Am Gipfel angekommen hatten wir eine herrliche Aussicht auf alle umliegenden Bergketten, das Tal und einen großen See. Leider konnten wir die Aussicht nicht lange genießen, und auch nicht auf den letzten Gipfel steigen da der Wind einfach zu stark war und steile Berghänge damit zu riskant wurden. Die Temperatur an dem Gipfel lag wohl bei unter -10 Grad.
Nach dem Abstieg haben wir uns am Zelt an einem Feuer gewärmt, über dem wir Würstchen gegrillt haben. Dazu gab es Tomatensuppe aus Camping-Geschirr und ein paar Süßigkeiten.
Von dem Feuer angelockt kamen zwei junge Bergsteiger aus dem örtlichen Schul-Kletterverein an unseren Zeltplatz und erzählten uns, dass sie mit ihrer Gruppe auf halbem Weg umgekehrt waren, da der Sturm zu stark gewesen sei. Das ließ uns unsere Leistung natürlich in umso hellerem Licht erstrahlen. Unser Feuer strahlte derweil auch immer heller, da die Norweger sich anscheinend entschlossen hatten, den Halben Wald abzubrennen damit uns nicht kalt wurde.
Die Nacht gestaltete sich recht ungemütlich. Abgesehen von Temperaturen unter -5Grad und pfeifendem Wind wuchsen unter dem Zelt kleine Büsche, deren Zweige sich in meine Rippen bohrten. Als wir am Morgen aus dem Zelt krabbelten mussten wir feststellen, dass es in der Nacht geschneit hatte. Das Zelt war ringsherum eingeschneit und die Landschaft war wunderschön weiß. Als wir den verschneiten Berg betrachteten, konnten wir kaum glauben, dass wir dort hochgeklettert waren. Zurück am Parkplatz angekommen erreichte Øyvind ein besorgter Anruf, da die Nachrichten von einem Sturm berichtet hatten. Øyvind konnte den Anrufer überzeugen, dass es am Gipfel ein wenig windig war aber uns nichts passiert sei…
Ein unvergesslicher Ausflug :)

11.09.2007

Seit ein paar Wochen quäle ich mich nun schon durch die Texte meiner Hausarbeit für das vergangene Semester an der Uni Hamburg.
Diese Woche hörte das süße Leben also vorläufig auf, da der Abgabetermin meiner Hausarbeit und eines transkribierten Interviews näher rücken.
Im Gegensatz zur Hamburger Uni hat jede Fakultät der Universitätet großzügig bemessene und mit schicken Dell Computern ausgerüstete Lese- und Arbeitssäle.
Auf dem Foto sieht man einen der spärlicher eingerichteten, aber dafür ruhigeren Räume und meine im Werden begriffene Hausarbeit.
An Manfred und Edith: der Beweis, ich arbeite hier tatsächlich ;)

Abends war ich dann mit Christian und Huong im Chateau Neuf, wo wir im Kino des Studentenbundes einen schwarz/weiss Film von Jim Jarmusch gesehen haben.
Ich habe mir bei der Gelegenheit gleich eine Dauerkarte für alle kommenden Jim Jarmusch Filme gesichert.

 

05.09.2007

Entschuldigt bitte meine temporäre Schreibfaulheit.
Ich habe gerade Besuch von Christian und Huong und bin daher viel Unterwegs, die Einträge der letzten Tage werden allerdings nachgeholt.

 

27.08.2007

Durch eine spontane, und ziemlich unangenehme Schwellung am rechten Augenlid hatte ich heute das zweifelhafte Vergnügen, das norwegische Gesundheitssystem austesten zu können.
Als Student kann man bei gesundheitlichen Beschwerden die Krankenstation der Uni aufsuchen, die einer sehr großen Praxis ähnelt und wie überall in Norwegen über das Ziehen von Nummern funktioniert. Der Arztbesuch kostet einmalig 100NOK, egal ob eine Leistung erbracht wurde oder nicht.
In meinem Fall war ich recht froh über die Behandlung und habe ein Rezept für Augentropfen bekommen, das ich in der hauseigenen Apotheke abholen konnte, natürlich nicht ohne dafür nochmals 140NOK zu löhnen.
Wie teuer es wohl wird, wenn man wirklich mal etwas hat?

 

25.08.2007

Heute haben wir uns mit den internationalen Studenten zu einem Barbecue am Sognsvann eingefunden.
Das Wasser war eiskalt, wovon sich die Einheimischen wenig beeindruckt zeigten, und die Mutigen unter uns, die sich ins Wasser wagten, mussten hinterher am Grill wieder aufgepeppelt werden.

Am Abend trafen wir dann alle wieder zusammen, da es eine große Studentenparty im Chateau Neuf, dem Gebäude der Studentenorganisation, gab.
Vorher trafen wir uns mit der Gruppe bei einem Norweger zum Vorspiel in dessen Wohnung.
Vorspiel ist der norwegisch korrekte Terminus für „Vorglühen“. Ein Schelm also, wer hier böses dachte.

 

24.08.2007

Da ich heute weitestgehend von meiner Erkältung genesen bin, musste ich an einem Tag alles nachholen, was ich die Woche über verpasst habe.
Am Morgen bin ich also um 6 aufgestanden und als erstes zur Polizei gefahren, um mich als Student registrieren zu lassen. Obwohl ich 25 Minuten vor dem Öffnen dort war, musste ich über eine halbe Stunde warten, nur um ein paar Formulare und Passfotos abzugeben.
Hinterher habe ich dann tatsächlich bei Lidl eingekauft, der hier der günstigste Supermarkt zu sein scheint. Um nicht ganz auf norwegische Waren verzichten zu müssen, folgte ein zweiter Einkauf bei Kiwi, bevor ich mich dann auch schon wieder auf den Weg zur Uni machen musste.

In der Uni bekamen wir eine Einführung in skandinavische Wohlfahrtsstaatssysteme und die Mensa hielt köstlichen Milchreis für uns bereit.
Nach einer kurzen Diskussion über den weiteren Tagesverlauf entschieden wir uns in einer kleinen Gruppe, an den Sognsvann zu fahren um dort in der Sonne zu liegen, bevor es uns später zu Ikea trieb.

Ikea war wie gewohnt ein Erlebnis. Auf der Hinfahrt schien der Busfahrer uns umbringen zu wollen, bei Ikea angekommen räumten wir dann mit einer Gruppe von 6 Studenten erst das halbe Lager und später die Kantine leer. Während die Anderen sich an skandinavischen Köstlichkeiten vergingen, sicherte ich mir unzählige Hot Dogs mit Refill-Coke. Leider musste ich feststellen, dass die Hot Dogs im internationalen Vergleich deutlich abstinken, da sowohl die Brot und Würstchenqualität schlechter ist und nur zwei der drei üblichen Soßen angeboten werden. Zu allem Überfluss wird auf geröstete Zwiebeln und Gurkenscheiben komplett verzichtet. Tröstend war nur der Umstand, dass beide Länder das Schicksal der Sirup-Cola eint.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe nun eine geräumige Pfanne, mehr Geschirr, einen Topf für meine Blumen, einen Teppich und ein Gästebett für alle potentiellen Besucher.

Nach dem ich mich von dem Einkauf erholt hatte, gingen wir in einer kleiner Gruppe internationaler Studenten in den Pub der sozialwissenschaftlichen Fakultät.
Dazu muss gesagt werden, dass jede Fakultät in den Kellerräumen einen eigenen Pub betreibt, der von Studenten geleitet wird und sich besonders freitagabends für Besuche lohnt.

23.08.2007

Seit vier Tagen habe ich nun eine Erkältung, die sich bisher noch nicht so recht abschütteln lassen wollte und mich meinen ersten offiziellen Unitag verpassen ließ.
Gestern und Heute bin ich trotzdem jeweils an den Sognsvann gegangen, um bei dem guten Wetter wenigstens ein wenig in der Sonne zu dösen.

Leider holt mich nun auch das vergangene Semester in Deutschland ein, da ich noch eine Hausarbeit schreiben muss. Zum Glück scheinen die Textstellen, die ich pünktlich einen Tag vor meiner Abreise kopiert habe, genug Material zu liefern um damit arbeiten zu können.

 

18.08.2007

Nach langanhaltendem Schlaf, beschloss ich den heutigen Tag mit Jogging um den nahe gelegenen See Sognsvann beginnen zu lassen. Der See liegt direkt nördlich von dem Studentendorf in dem ich wohne und wäre Bilderbuch-tauglich, wenn er nicht so bevölkert wäre.

Am Nachmittag haben sich alle Buddygroups zu einem gemeinsamen Grillen auf der kleinen Insel Hovedøya, die südlich der Stadt gelegen ist, getroffen.
Der Rest des Tages bestand aus Grillpølser, Frisbee spielen und sich der stechenden Sonne auszusetzen, bevor es wieder zurück nach Oslo ging.

Am Abend waren wir zu einem der Tutoren auf eine Party in seiner WG eingeladen. Die Wohnung war riesig, die Musik gut und das Bier reichlich.
Als nach einem kleinen Zwischeneinkauf im Supermarkt der norwegische Ziegenkäse die Runde machte, sah man auf viele ratlose Gesichter unter den Austauschstudenten. Guillaume fand am schnellsten wieder die Worte und kommentierte: „this iis shit!“, während uns Federico über die Unterschiede der Pastaqualität zwischen Norwegen und Italien aufklärte. Den deutschen Wein empfand Girome nach einer Probe dagegen nur als ein wenig zu süß ;)
Ein paar der norwegischen Mädchen haben mir später vergeblich versucht, ein paar norwegische Sätze beizubringen, während mir einer der Norweger eine ganze Flasche Tequilla geschenkt hat, die ich unter den internationalen und einheimischen Studenten verteilt habe.
Mit der letzten Bahn ging es dann zurück in die Studentenquartiere.

 

17.08.2007

Ab heute habe ich nun endlich Internet in meiner Wohnung. Die Prozedur hat mich zwar beinahe den ganzen Tag und die meisten meiner Nerven gekostet, aber dafür kann ich nun endlich wieder regelmäßig meine Mails überprüfen und soziale Kontakte pflegen.

Nachdem sich mein Enthusiasmus, der auf den Frust der Interneteinrichtung folgte, wieder gelegt hatte, konnte Janna mich dazu überreden, auf ein kleines Indoor-Rockfestival in dem Studentendorf Sogn zu gehen. Das Festival trug den vielsagenden Namen „Rock am Sogn“ und war eine beschauliche kleine Veranstaltung, die am ehesten an kleine Bandcontests in der Hamburger Markthalle erinnerte. Während unser französischer Mitstudent Guillaume bereits nach 10Minuten den Raum verließ, da er als bekennender Wacken-Fan etwas anderes erwartet hatte „this iis shit!“, amüsierten Janna und ich uns prächtig bei verschiedenen, schrägen Bands aus der Umgebung.

 

16.08.2007

Nachdem ich gestern ausschlafen konnte und mit meiner Buddygroup an verschiedenen Spielen und einer Schnitzeljagt teilgenommen habe, ging es heute für die internationalen Studenten zur allgemeinen Kursanmeldung.
Neben einem Norwegisch-Kurs mit 6 Wochenstunden, habe ich mich für je einen Kurs in Scandinavian Labour Market und Scandinavian Welfare States entschieden.
Obwohl damit meine Creditpoints bereits abgedeckt sind, werde ich wohl noch einen Anwesenheitsschein in North-South Development machen.

Nach der Anmeldeprozedur haben wir uns mit mehreren Buddygroups zu einer Gartenparty eingefunden. Neben Grillpølser und Wraps wurde uns eine Shisha serviert und wir haben ein norwegisches Spiel kennen gelernt, das wohl am ehesten als eine Mischung aus Boccia und Ikea-Holz beschrieben werden kann. Am Abend haben wir uns dann alle im Chateau Neuf zu einer Studentenparty eingefunden.

 

14.08.2007 - Begrüßungszeremnonie

Heute begann der Tag mit der offiziellen Begrüßungszeremonie und dem Treffen der Buddy Gruppen, in denen die Orientierungseinheiten stattfinden.
Nachdem ich meine Buddy Group ausfindig gemacht, und sich jeder vorgestellt hatte, mussten wir in 5er Reihen auf den Hauptplatz vor der alten Universität einmarschieren.
Es wurden verschiedene Begrüßungsreden gehalten und der Großteil der Studienanfänger stand mit einer Mischung aus gespannter Aufmerksamkeit und fatalistischer Langeweile auf dem Hauptplatz und harrte der Dinge die da kommen mochten. Bezeichnend für Norwegen war, dass die Rede gleichzeitig für Hörgeschädigte synchronisiert wurde und sich die meisten Reden um Öl und den Wohlfahrtsstaat drehten.
Der Höhepunkt war in meine Augen, als das Orchester von Mozarts Carmina Burana O Fourtuna spielte und alle Studenten sich gegenseitig ansahen als müssen sie nun in den Krieg ziehen, während  die Bässe des Schlagzeugs über den Platz hallten.
Den Rest des Tages verbrachte ich in meiner Buddy Group, in der ich ein paar nette Studenten kennen gelernt habe, aber auch die Tutoren sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.
Am Abend sind wir gemeinsam in das Chateau Neuf gegangen, in dem selbstorganisierte Studentengruppen arbeiten und Parties veranstalten. Durch die Mitgliedschaft bekomme ich nun Bier günstiger und kam an dem Abend in den Genuss, in einer wundervoll eingerichteten Bibliothek auf einer Couch zu sitzen und mein Carlsberg zu schlürfen, während ich mich mit meinen neuen Mitstudentinnen unterhalten habe.

 

13.08.2007 - Eigene Wohnung

Heute haben wir in der Uni unsere Begrüßungspakete abgeholt, um unsere Passwörter für die Kurswahl und unsere Zugangsdaten für das Internet zu erhalten.
Als ich nach meinem Vertrag für den ausstehenden Wohnheimplatz fragen wollte, erfuhr ich dass bereits Schlüssel in dem Wohnheim bereit liegen, für das Janna und ich uns ursprünglich beworben hatten. Nach einigem bürokratischem hin- und her und mehreren Stunden in verschiedenen Warteschlangen war es dann soweit:
Ich habe ein Zimmer in einem Wohnheim!
Meine neue Unterkunft ist ein geräumiges Zimmer in dem größten Studentendorf, im Norden der Stadt, unweit von dem Studentenwohnheim in dem ich bisher unter gekommen bin.
Ich wohne im ersten Stock, habe eine relativ nette Aussicht und teile mir Küche und Bad mit nur einer weiteren Person, die der Masse an Schuhen und Toilettenartikeln nach zu urteilen weiblich ist. Für einen kleinen Aufpreis habe ich mir ein Zimmer mit einer größeren Küche ausgesucht und außerdem so lange die Schlüssel getauscht, bis ich das sauberste und am besten eingerichtete Zimmer gefunden hatte.
Am Abend haben wir noch Zutaten für die just verspeiste Pizza geholt und ich(!) habe mir Blumen(!) gekauft um mein Zimmer ein wenig lebendiger werden zu lassen.

12.08.2007 - Universitetet i Oslo

Da heute sowieso die meisten Läden, und alle administrativen Gebäude geschlossen waren, haben wir uns das Gelände der Universität angesehen. Die Uni liegt mitten in einem beschaulichen Wohngebiet, ist sehr grün und macht einen deutlich besseren ersten Eindruck als die Hamburger Uni.
Nach unserer Besichtigungstour erkundigten wir den Hafen der Stadt.
Es war leider kaum möglich am Hafenbecken entlang zu schlendern, da heute ein Speedboatrennen statt fand, das anscheinend die halbe Stadt angelockt hatte.
Die Läden an der Hafencity waren leider allesamt überteuert, doch ich bin wild entschlossen, in meiner Zeit in Norwegen den Fridays am Hafen aufzusuchen, um knapp 20 Euro für einen Burger auszugeben, der mir bisher auch in Prag und Bergen ausgezeichnet geschmeckt hat.
Am Abend haben wir unsere neue Mitbewohnerin kennen gelernt, die Karianne heißt und aus Norwegen kommt. Sie ist die jüngste aus unserer WG und ihr Name ist beinahe unaussprechlich, wenn man sich die Mühe gibt, ihn norwegisch auszusprechen.

 

11.08.2007 - Ikea und Kjøtboller

Heute war ein regnerischer Tag, den wir zuerst dazu genutzt haben, uns mit Essen für das Wochenende einzudecken. Auf dem Gelände des Studentenwohnheims gibt es einen Supermarkt, wir haben aber auch zwei weitere Supermärkte in der Nähe entdeckt. Die Preise sind wie erwartet hoch, aber mit ein wenig Geduld findet man günstige Speisen und zu unserem Erstaunen waren Bananen und einige andere Nahrungsmittel sogar günstiger als in Deutschland.

Nachdem die Jetlag geplagte Sarah um 14Uhr zu Bewusstsein kam, fuhren wir mit ihr zusammen zu Ikea, um die Küche und unsere Zimmer mit den fehlenden Gegenständen auszurüsten.

Im Stadtzentrum fährt jede Stunde ein eigens von Ikea eingerichteter Bus um die Kundschaft zu transportieren. Nach der Fahrt in dem überfüllten Ikea-Bus haben wir uns in dem Ikea Restaurant die aufgewärmten, norwegischen Köstlichkeiten schmecken lassen. Ich hatte Kjøtboller mit Kartoffeln und roten Irgendwas-Beeren. Der Einkauf war erschreckend anstrengend, doch ich konnte mir ein Kopfkissen, eine Bettdecke, sowie Teller und Schüsseln sichern, bevor wir eine gefühlte Stunde in der Schlange der Kasse zugebracht haben. (für Helge: auch hier gibt es Hot-Dog mit refill-Coke)

Den Abend verbrachten wir gemeinsam mit unseren Zimmernachbarn.

 

10.08.2007 - Flug und Ankunft

Um 14:35 ging es per Norwegian Air nach Oslo. Der Flug war kurz, aber mit über 10€ für ein Wasser, einen Muffin und ein Sandwich konnte man sich bereits an das norwegische Preisniveau gewöhnen.

In Oslo Gardermoern angekommen, sind wir mit der Regionalbahn ins Osloer Stadtzentrum gefahren und haben als erstes die Touristinformation aufgesucht, um uns Monatsfahrkarten zu sichern.

Der folgende Teil des Tages glich dann doch noch einer Odyssee, da wir den Caretaker nicht erreichen konnten, der den Schlüssel für uns bereithalten sollte.

Da wir nicht genau wussten, ob der Caretaker im Verwaltungsgebäude, oder auf dem Gelände des Studentenwohnheims anzutreffen sei, standen uns eine längere Busfahrt (in die falsche Richtung) und ein weiterer Aufenthalt in der Touristinformation bevor, bis Janna den Caretaker erreichte, als ich gerade in der völlig überlaufenen Touristinformation eine andere Telefonnummer für solche Fälle gefunden hatte.

Nach einigen weiteren Umwegen landeten wir schließlich in der richtigen U-Bahn und konnten unser Gepäck, das sich pro Person auf etwa 50kg belief, bergauf in Richtung des Studentenwohnheims tragen, wo uns der Caretaker abholte und netterweise den restlichen Weg zu unserer Bleibe fuhr.

Jannas Zimmer befindet sich im nördlichen Block des Studentenwohnheims Sogn.

Auf dem Flur habe ich 6 Zimmer gezählt, mit deren Bewohnern wir uns nun Küche und Bad teilen werden. Bisher haben wir Sarah aus den USA, Anette aus Norwegen und Oksana aus der Ukraine, sowie ihren Freund kennen gelernt, die alle einen netten Eindruck machten. Die Küche und das Bad waren auch in einem guten Zustand, so dass man über die Unterkunft nicht klagen kann.

Am späten Abend haben wir auf der Suche nach etwas essbarem eine Tankstelle aufgetrieben, an der wir uns mit einem ersten Abendbrot eingedeckt haben.

 

29.07.2007 - Die Odyssee beginnt...

Diese Woche habe ich erfahren, dass ich trotz augenscheinlich korrekter Anmeldung nicht im System der Studentenwohnheime eingetragen bin.
Ich werde mir also erst in Oslo eine Wohnung suchen können, oder auf die Wartelisten der Studentenwohnheime hoffen müssen.